22 - 09 - 2017

Lesbischwuler Konvent Baden

Wer wir sind

Der lesbischwule Konvent in Baden ist ein Zusammenschluss von lesbischen und schwulen Kolleg*innen, die in der Evangelischen Landeskirche in Baden (Ekiba) in Verkündigung, Unterricht und/oder Seelsorge tätig sind, das heißt also: Gemeindepfarrer*innen, Pfarrer*innen im Schuldienst, Gemeindediakon*innen, Seelsorger*innen und Lehrvikar*innen. Sprecherin des Konvents ist Pfarrerin Claudia Baumann, Sprecher ist Pfarrer Sören Suchomsky.

Die Ekiba ist eine der beiden Evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg. In dieser Landeskirche haben wir drei Arbeitsschwerpunkte:

a) gegenseitige Unterstützung und Erfahrungsaustausch

b) Vertretung der Anliegen lesbischer und schwuler Kolleg*innen

c) Einsatz für ein offeneres und freundlicheres Klima in Bezug auf lesbische und schwule Menschen in der Evangelischen Kirche

Wir freuen uns über jede und jeden, die oder der uns unterstützt.

Kontakt

Die Sprecher*innen des badischen Konvents erreicht Ihr / erreichen Sie unter folgender Adresse:
lesbischwulerkonventbaden [at] googlemail.com

Sprecherin des Konvents: Claudia Baumann (Kehl)

Sprecher des Konvents: Sören Suchomsky (Karlsruhe)

Was wir tun

Der lesbischwule Konvent in Baden

... vertritt die Interessen lesbischer, schwuler und bisexueller Pfarrer*innen und Religionspädagog*innen.

... bietet einen Raum des Austauschs und der gegenseitigen Unterstützung.

... berät und unterstützt in Konfliktfällen.

... berät lesbische, schwule und bisexuelle Studierende der Theologie und Religionspädagogik.

... ist Gesprächspartner für Kirchenleitung und kirchliche Gruppen.

... setzt sich für eine Kirche ein, in der Menschen in ihrer ganzen geschöpflichen Vielfalt willkommen sind.

... kämpft gegen die Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen und transsexuellen Menschen im Raum der Kirche.

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Anspruch und Wirklichkeit in Baden

Der Anspruch

„Mutig für Menschenwürde“ (Motto der ökumen. Friedensdekade 2012)

In der Gemeinschaft der Getauften, deren Haupt Jesus Christus ist, haben alle Unterschiede der Menschen ihre trennende Bedeutung verloren. Die Evangelische Landeskirche in Baden achtet in ihren Ordnungen und in ihrem Handeln die Würde jedes einzelnen Menschen als Ebenbild Gottes.“ (Art. 2 der Grundordnung der Badischen Landeskirche)

„Was ihr einem der Geringsten meiner Geschwister nicht getan habt, das habt ihr mir nicht getan!“ (Jesus von Nazareth, s. Mt 25,45).

Die Wirklichkeit

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Zum Empfang beim Ministerpräsidenten

Winfried Kretschmann lud Vertreter*innen der lesbisch-schwulen und transsexuellen Bewegung in die Villa Reitzenstein ein

 

Regenbogenfahne vor dem Staatsministerium (Foto: Konvent)

 

Pfarrerin Ulrike Bruinings und Pfarrer Sören Suchomsky, der Sprecher des lesbischwulen

Konvents in Baden, folgten einer Einladung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann zum Empfang in das baden-württembergische Staatsministerium. Anlass war der 43. Jahrestag des Aufstands in der Christopher Street in New York am 28. Juni 1969. Tausende transsexuelle, lesbische und schwule Bürger*innen setzten sich erstmals erfolgreich gegen polizeiliche Misshandlungen und Menschenrechtsverletzungen zur Wehr: Der Beginn der modernen Lesben-, Schwulen- und Transsexuellenbewegung. Ein Ereignis, das offenbar bis heute verpflichtet. So erklärte der Ministerpräsident zu Beginn der Veranstaltung:  "Mit dem Empfang zum Jahrestag des Christopher Street Days im Staatsministerium setzt die Landesregierung ein Zeichen: Ein Zeichen für Toleranz und Gleichberechtigung. Ein Zeichen für ein offenes Baden-Württemberg und auch ein Zeichen dafür, dass Vielfalt in einer modernen Gesellschaft keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung ist". Zugleich kündigte der überzeugte Katholik einen Aktionsplan der Landesregierung für Toleranz und Gleichstellung an, der dazu beitragen solle, Vorurteile gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern abzubauen.

 

An dem Empfang nahmen etwa 150 Personen aus der schwullesbischen und transsexuellen

Bürgerrechtsbewegung teil. Dabei waren auch Staatsministerin Silke Krebs, Sozialministerin Kathrin Altpeter und Landtags-Vizepräsidentin Brigitte Lösch. Angesichts der Tatsache, dass der Einsatz für  eine Gesellschaft und eine Kirche ohne Diskriminierung nicht immer einfach ist, sind Ulrike Bruinings, die Konventssprecherin Claudia Baumann vertrat, und Konventssprecher Sören

Suchomsky dankbar für das Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung, das von diesem Abend ausging.

 

Presseerklärung zum Pfarrdienstgesetz

Seit Januar 2002 war es homosexuellen Pfarrer*innen in Baden ausdrücklich verboten, zusammen mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin im Pfarrhaus zu wohnen. Im April 2011 sollte die Landessynode im Rahmen der Beratungen um das neue EKD-weite Pfarrdienstrecht entscheiden, ob das Pfarrhaus für Menschen in eingetragener Lebenspartnerschaft geöffnet werden könnte. Obwohl das Thema in der ganzen Landeskirche breit diskutiert worden war, vermied die Synode eine öffentliche Aussprache dazu und verzichtete auf eine rechtliche Regelung dieser Frage, die nun im Einzelfall vom Oberkirchenrat, bzw. den betreffenden Gemeinde entschieden werden soll. Darauf reagierte der lesbischwule Konvent am 17.April mit folgender Presseerklärung:

 

Presseerklärung

Synode der Evangelischen Landeskirche in Bad Herrenalb: Klares Signal gegen Diskriminierung homosexueller Menschen blieb aus

Der lesbischwule Konvent in Baden, ein Zusammenschluss lesbischer und schwuler Geistlicher in der Evangelischen Kirche in Baden, erklärt zum Ergebnis der Landessynode: Wir hatten uns erhofft, dass die badische Synode durch eine rechtliche Regelung ein klares Signal gegen die Diskriminierung homosexueller Menschen in der Evangelischen Kirche senden würde. Dieses Signal blieb aus. Eine öffentliche Debatte des Kirchenparlamentes über dieses kontroverse Thema hat nicht stattgefunden. Dies bedauern wir im Interesse der innerkirchlichen Demokratie.

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